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Willkommen zum TÜV MeetUp: 

"Batterierecycling: Europas Rohstoffe im Kreislauf halten"


Ausgediente Antriebsbatterien von Elektrofahrzeugen sind eine wertvolle Rohstoffquelle. Lithium, Nickel, Kobalt und weitere Materialien können zurückgewonnen und für neue Batterien genutzt werden. Damit daraus jedoch ein funktionierender europäischer Rohstoffkreislauf entsteht, müssen technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und verlässliche Qualitätsstandards zusammenkommen.

Mit der EU-Batterieverordnung hat Europa verbindliche Anforderungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Batterien geschaffen. Sie enthält unter anderem Vorgaben für Recyclingeffizienz, die Rückgewinnung wichtiger Materialien sowie künftig auch für Mindestanteile recycelter Rohstoffe in neuen Elektrofahrzeugbatterien. Für Lithium-Batterien gilt seit Ende 2025 beispielsweise eine Recyclingeffizienz von mindestens 65 Prozent; bis 2030 steigt die Vorgabe auf 70 Prozent. Für die Rückgewinnung einzelner Rohstoffe gelten zusätzliche Zielwerte. Ab 2031 greifen zudem Mindestvorgaben für den Rezyklatgehalt unter anderem von Lithium, Nickel und Kobalt.

Mittwoch, 04. November 2026

14:30 - 15:30 Uhr

Hinzu kommt der Critical Raw Materials Act. Er soll die Versorgung Europas mit strategischen Rohstoffen widerstandsfähiger machen und die heimischen Kapazitäten entlang der Wertschöpfungskette stärken. Bis 2030 soll die europäische Recyclingkapazität insgesamt mindestens 25 Prozent des jährlichen Verbrauchs strategischer Rohstoffe abdecken können.

Die politischen Ziele sind damit gesetzt. In der Praxis bleiben jedoch entscheidende Fragen offen:

  • Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Unternehmen in europäische Recyclingkapazitäten investieren?

  • Wie lassen sich Batterierohstoffe wirtschaftlich zurückgewinnen und erneut in den europäischen Markt bringen?

  • Welche Standards und Qualitätsnachweise schaffen Vertrauen in den Einsatz recycelter Materialien?

  • Wo steht Europa beim Aufbau geschlossener Rohstoffkreisläufe im internationalen Vergleich?

Darüber diskutieren wir beim TÜV MeetUp mit Vertreter aus Politik und Wirtschaft.


Mit dabei sind unter anderem:

Michael Thews MdB
SPD-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

David Lommatzsch
Stellvertretender Leiter Public Affairs und Leiter Umwelt & Kreislaufwirtschaft, Schwarz Corporate Affairs

sowie weitere Gäste aus Praxis, Verwaltung und Politik.

Gemeinsam wollen wir beleuchten, was jetzt notwendig ist, damit aus europäischen Recyclingzielen eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft entsteht – und welche Rolle Industrie, Politik und unabhängige Prüfstellen dabei übernehmen können.